MoonFibre – Spinntechnologie von Fasern aus Mondgestein zum direkten Nutzen auf dem Erdtrabanten

MoonFibre – Spinning Technology Fibres from Lunar Rock for

Private und öffentliche Einrichtungen auf der ganzen Welt verfolgen eine gemeinsame Mission: die bemannte Mondstation. Allein die Kosten für Raketenflüge, um eine solche Station zum Mond zu transportieren, würden rund EUR 1.000.000 pro Kilogramm betragen. Deshalb arbeiten zahlreiche Forschungsteams auf der ganzen Welt an Lösungen für die Verwendung von Mondgestein zur Herstellung von 3D-gedruckten Bauteilen vor Ort. Das MoonFibre-Projekt der RWTH Aachen entwickelt eine Spinnanlage, mit der Fasern direkt aus Mondgestein hergestellt werden können. Diese Fasern können nicht nur zur Stabilisierung der 3D-gedruckten Struktur der Mondstation verwendet werden, sondern auch zur thermischen Isolierung für Filtersysteme oder für Textilien von Raumfahrtanzügen. Die RWTH Aachen beabsichtigt ein bereits industriell etabliertes Spinnverfahren für Basaltfasern als kompaktes und flexibles System für den Einsatz auf der Mondoberfläche weiterzuentwickeln. Der Spinnprozess soll im Rahmen eines In-Orbit-Demonstrationsexperiments unter Schwerelosigkeit getestet werden. Der Nachweis dient als Grundlage für die zukünftige Produktion von Fasern und Textilien auf dem Mond.

Vorteile:

  • Dauerhafte Besiedlung des Mondes und Technologietransfer in die Raumfahrt
  • Kostengünstige Produktion von Fasern und Textilien auf der Mondoberfläche
  • Entwicklung einer miniaturisierten, automatisierten und robusten Spinnanlage

RWTH Aachen University
Aachen, Deutschland
Alexander Lüking
www.ita.rwth-aachen.de
alexander.lueking@ita.rwth-aachen.de