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Interview mit Dirk Büttner – Gesamtgewinner des INNOspace Masters 2019

Die Axiotherm GmbH, Gesamtgewinner des INNOspace Masters 2019, ermöglicht es, die Effizienz- und Wirkungsvorteile von Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials, PCM) für Industrie und Dienstleistung nutzbar zu machen. Das Unternehmen bietet hohe Entwicklungsexpertise und Erfahrung in der Anwendungsplanung, ist als Hersteller und Kompetenzpartner für führende Unternehmen tätig und Experte für kosteneffiziente Systemlösungen, die auf erprobten Makroverkapslungen basieren.

Regine Heue (RH), Head of Marketing & Communications bei AZO, interviewt Dirk Büttner (DB), Key Account Manager von Axiotherm GmbH und ESDA Technologie GmbH.

RH: Sie haben 2019 Ihr Projekt beim INNOspace Masters eingereicht. Was hat Sie zur Teilnahme an dem Wettbewerb bewogen?
DB: Die ESDA Technologie GmbH war als typisches KMU seit Jahren einer der führenden Produzenten von technischen Extrusionsblasteilen und innovativen Kunststofferzeugnissen. Als Spin-off gründeten wir 2015 erfolgreich die Tochtergesellschaft Axiotherm GmbH, die heute marktführender Lieferant von thermischen Energiespeicherlösungen mit makroverkapselten Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials, PCM) ist. In unserem Unternehmen genießen Forschung und Entwicklung in diesem Bereich einen hohen Stellenwert. Seit einigen Jahren gehen immer mehr Kundenanfragen ein, weshalb wir unsere Forschungsaktivitäten im Bereich der Materialentwicklung für die thermische Speicherung elektronischer Komponenten und Systeme intensiviert haben. Da wir Mitglied von Space2Motion sind, sind wir auf den Innovationswettbewerb INNOspace Masters aufmerksam geworden. Dieser Wettbewerb für die nächste Raumfahrtgeneration erschien uns als die perfekte Gelegenheit, unsere Entwicklung und ihr Anwendungspotenzial in der Raumfahrt zu präsentieren, und zwar vor einer Expertenjury, die man in dieser Form nirgendwo sonst findet.

RH: Inwiefern hat es Ihnen bei der Entwicklung Ihres Projekts geholfen, dass Sie die Challenge gewonnen haben, und welche Form der Unterstützung erhielten bzw. erhalten Sie vom DLR Raumfahrtmanagement?
DB: Zunächst einmal hat die Tatsache, dass wir Gesamtgewinner des INNOspace Masters 2019 wurden, natürlich fantastisch die Werbetrommel für unser Unternehmen und unser Produkt gerührt, was sich auch in der Zahl der vielen konkreten Anfragen wiederspiegelt, die wir bereits erhalten haben. Aber auch der Innovationswettbewerb selbst war für uns enorm hilfreich, denn in den unterschiedlichen Phasen gibt die Expertenjury konstruktives Feedback. So kann man den Fokus noch gezielter setzen und wichtige Zusatzaspekte berücksichtigen.

RH: In welcher Entwicklungsphase befindet sich Ihr Projekt momentan?
DB: Unser Entwicklungsprojekt mit OHB hat noch nicht begonnen. Aber unabhängig davon haben wir bereits ein Projekt mit dem Kompetenzzentrum für Nachhaltige Energietechnik (KET) der Universität Paderborn gestartet. Aktuell entwickeln wir in einem interdisziplinären Team mit Wissenschaftlern aus den Bereichen Leistungselektronik und Maschinenbau eine FEA-/CFD-basierte Modellumgebung. Damit können wir künftig einzelne Komponenten und Systeme thermisch und elektrisch stimulieren und auf diese Weise das Potenzial unserer PCM-Polymerverbindung in unterschiedlichen Betriebsmodi, etwa Batterien oder elektronische Wärmesenken, genau bewerten. Außerdem gibt es bei OHB bereits ein weiteres Projekt mit derselben Nutzungsthematik. Aktuell befindet sich OHB in der ersten Gesprächsrunde mit einem seiner Kunden.

RH: Und last, but not least: Welche Empfehlungen würden Sie Personen mit auf den Weg geben, die sich für eine Teilnahme am INNOspace Masters interessieren?
DB: Wie bereits erwähnt möchte ich erneut betonen, dass der gesamte Innovationswettbewerb auf einmalig hohem Niveau abläuft. Ich kann die Teilnahme am INNOspace Masters definitiv allen empfehlen, die ihre Idee oder ihr Projekt in der Raumfahrtbranche platzieren möchten. Natürlich ist der Aufwand für die Teilnahme im Verlauf der Veranstaltung nicht unerheblich, aber mir persönlich erscheint er im Verhältnis zum Ergebnis durchaus angemessen. Es handelt sich nicht nur für unser Unternehmen, sondern auch für mich persönlich um eine echte „Challenge“, von der wir alle enorm profitieren konnten. Ich erinnere mich beispielsweise an das Pitch-Coaching von Airbus mit den anderen Finalisten und kann nur sagen: Das war ein nachhaltiges und positives Erlebnis, sowohl in technischer als auch menschlicher Hinsicht.

Dirk Büttner
Dirk Büttner

Dirk is KAM (Key Account Manager) at ESDA / Axiotherm and one of the long-standing team specialists in the field of PCM. He is involved in new developments as well as the implementation of already developed PCM-based thermal storage technologies. These solutions can be incorporated in composite technologies as well as system components to increase the efficiency of power engineering.

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